Caninsulin
Disclaimer: Diese Seite wurde allein zu Informationszwecken von www.MedicAnimal.com gestaltet. MedicAnimal vertreibt Caninsulin, hegt aber weder eine Partnerschaft noch andere Beziehungen zum Hersteller von Caninsulin. Der Inhalt dieser Seite wird vom Hersteller von Caninsulin nicht gesponsert oder empfohlen.
Kauf Caninsulin
Einführung
Präsentation
Zusammensetzung
- | Wirkstoff: Insulinum 40 U.I. (Insulinum suis amorphum zinci 30% et Insulinum suis cristallinum zinci 70%) pro ml |
- | Hilfsstoffe: Conserv.: Methyl.-p-hydroxybenz. (E 218) 1.0 mg; Zincum (ut Z. chloridum), Natrium acetas trihydricus, Natrium chloridum, excip. ad susp. iniect. pro 1 ml |
- | Galenische Form: wässrige Injektionssuspension |
Verwendung
Antidiabetikum für Hunde und Katzen.
Eigenschaften / Wirkungen
Caninsulin® ad us. vet. enthält als Wirkstoff hochgereinigtes Schweineinsulin, ein natürlich vorkommendes Hormon, das durch die β-Zellen der Langerhans'schen Inseln des Pankreas produziert wird. Insulin bewirkt eine anabole Stoffwechsellage indem es die Glukoseaufnahme der Zellen erleichtert und intrazelluläre Enzyme aktiviert, die bei der Speicherung von Glukose, Aminosäuren und Fettsäuren mitwirken. Diabetes mellitus ist charakterisiert durch einen absoluten oder relativen Insulinmangel, der zu persistierender Hyperglykämie führt. Durch Bestimmung der Blutglukose-Konzentration (Tagesprofil) kann die Wirkung von verabreichtem Insulin überwacht werden. Bei diabetischen Hunden erreicht die Wirkung von Caninsulin® auf die Blutglukose-Konzentration ihr Maximum 4 - 8 Stunden nach der Injektion und dauert im Durchschnitt 14 - 24 Stunden an. Bei diabetischen Katzen wird die maximale Wirkung auf den Blutglukosespiegel 4 - 6 Stunden nach der Injektion erzielt und hält 8 - 12 Stunden an.
Pharmakokinetik
Caninsulin® ad us vet. ist ein Intermediärinsulin, das sowohl amorphes als auch kristallines Insulin vom Schwein im Verhältnis 3:7 enthält. Bei diabetischen Hunden wird der maximale Insulinspiegel im Plasma ca. 2 - 6 Stunden nach subkutaner Injektion erreicht und bleibt für ca. 14 bis 24 Stunden auf höheren Werten als vor Verabreichung. Bei diabetischen Katzen wird die maximale Insulinkonzentration imPlasma ca. 1.5 Stunden nach subkutaner Injektion erreicht und bleibt für ca. 5 bis 12 Stunden auf höheren Werten als vor Verabreichung.
Indikationen
Caninsulin® ad us. vet. ist angezeigt zur Behandlung von Diabetes mellitus (absolutem und relativem Insulinmangel) bei Hunden und Katzen.
Dosierung & Verabreichung
Das Produkt soll vor Anwendung vorsichtig geschüttelt oder zwischen den Handflächen gerollt werden. Caninsulin® ad us. vet. wird verabreicht durch subkutane Injektion. Dazu sind Insulinspritzen zu verwenden, die für die Dosierungsstärke 40 I.U./ml kalibriert sind (z.B. Omnican® 40, Insulin Kanülenspritze).
Einstellungsphase
Hunde
Bei vielen Hunden genügt es, Caninsulin® ad us. vet. einmal täglich zu verabreichen. Um ein Gleichgewicht zwischen Glukosebildung und Insulin-Wirkung zu erzielen, muss die Fütterung mit dem Behandlungsschema abgestimmt werden und die tägliche Ration soll auf 2 gleich grosse Fütterungen aufgeteilt werden. Zusammensetzung und Futtermengen der täglichen Mahlzeiten sollen konstant bleiben, die Fütterungszeiten sollen genau eingehalten werden. Die Caninsulin® Injektion soll zusammen mit der ersten Mahlzeit gegeben und die zweite Hälfte der Tagesration soll ca. 7.5 Stunden später verfüttert werden (z.B. 08:30 und 16:00). Im Allgemeinen genügt die einmal tägliche Verabreichung, um den Blutglukosespiegel zu stabilisieren. Die Dosis hängt davon ab wie stark die körpereigene Insulinproduktion beeinträchtigt ist. Bei der Verabreichung der gesamten Tagesdosis in einer einmaligen Injektion beträgt die Initialdosis 1 I.U. pro kg Körpergewicht plus eine gewichtsabhängige Zusatzdosis wie in nachstehender Tabelle beschrieben:
Körpergewicht | gewichtsabhängige Zusatzdosis |
< 10 kg | 1 I.U. |
ca 10 kg | 2 I.U. |
12 - 20 kg | 3 I.U. |
> 20 kg | 4 I.U. |
Beispiele
Körpergewicht | gesamte Initialdosis |
6 kg | 6 + 1 = 7 I.U. |
10 kg | 10 + 2= 12 I.U. |
16 kg | 16 + 3 = 19 I.U. |
30 kg | 30 + 4 = 34 I.U. |
Um die Erhaltungsdosis zu bestimmen, soll die Tagesdosis um ca. 10% der Initialdosis erhöht oder vermindert werden, abhängig von den Messwerten des Blutglukosespiegels. Schrittweise Dosisanpassungen sollen im Allgemeinen nicht häufiger als alle 3 oder 4 Tage vorgenommen werden. Die Wirkungsdauer des Insulins kann variieren, sodass es bei einigen Individuen erforderlich ist, die Insulin-Dosis auf zwei tägliche Gaben zu verteilen. Muss Insulin zweimal täglich verabreicht werden, ist die Dosis herabzusetzen. Bei Hunden wird empfohlen, als Anfangs-Dosis 0.5 - 0.7 I.U. pro kg Körpergewicht zweimal täglich subkutan zu injizieren.
Katzen
Bei Katzen soll Caninsulin® 2 mal täglich im Abstand von 12 Stunden verabreicht werden. Die Zusammensetzung und Menge der Futterration soll konstant gehalten werden. Die Insulin-Dosis ist für jede Katze unterschiedlich und hängt davon ab, wie stark ihre körpereigene Insulin-Produktion vermindert ist. Diese muss durch eine Messreihe des Blutglukosespiegels individuell bestimmt werden. Wenn die basale Blutglukose-Konzentration bei 20 mmol/l liegt (dies entspricht 3.6 g/l oder 360 mg/dl) oder höher ist, beträgt die Initialdosis 0.5 I.U./kg 2 mal täglich. Bei einer basalen Konzentration unter 20 mmol/l beträgt die Initialdosis 0.25 I.U./kg 2 mal täglich im Abstand von 12 Stunden.
Blutglukose-Konzentration | Caninsulin®-Dosis |
< 20 mmol/l oder < 3.6 g/l | 0.25 I.U./kg 2x täglich |
≥ 20 mmol/l oder ≥ 3.6 g/l | 0.5 I.U./kg 2x täglich |
Spätere Dosisanpassungen zur Bestimmung der Erhaltungsdosis sollen durch Erhöhen oder Herabsetzen der täglichen Dosis gemäss Resultaten der Messreihe des Blutglukosespiegels erfolgen. Dosisanpassungen sollten nicht häufiger als alle 3 bis 4 Tage vorgenommen werden. Es wird empfohlen, die Dosis um 1 I.U. pro Injektion zu verändern. Wegen des von Tag zu Tag variierenden Ansprechens des Blutglukosespiegels auf die Insulin-Injektion sind höhere oder häufigere Dosisanpassungen nicht zu empfehlen.
Erhaltungsphase
Ist die Erhaltungsdosis bestimmt und Hund oder Katze stabilisiert, soll das Langzeit-Management erarbeitet werden. Dazu ist es erforderlich, durch intensive Überwachung eventuelle Über- oder Unterdosierung von Insulin zu erfassen und gegebenenfalls Dosisanpassungen vorzunehmen. Die sorgfältige Stabilisierung und umfassende Überwachung in der Erhaltungsphase trägt dazu bei, die Begleiterscheinungen von chronischem Diabetes (Katarakt bei Hunden, Leberverfettung bei Katzen und Hunden etc.) in Grenzen zu halten. Das Ziel des Langzeit-Managements diabetischer Tiere besteht darin, die klinischen Anzeichen des Diabetes mellitus zu reduzieren oder zu verhindern und dabei das Auftreten einer Hypoglykämie, vor allem bei Katzen zu vermeiden. Blutglukosespiegel soll im Bereich 5 -17 mmol/l (entspricht 1- 3 g/l oder 100 - 300 mg/dl) stabilisiert werden, das normale Körpergewicht des Tieres soll erreicht oder gehalten werden. Polydipsie, Polyurie und gegebenenfalls Polyphagie sollen verringert oder verhindert werden. Bei Katzen kann klinischer Diabetes mellitus reversibel sein. Dem Tierhalter wird empfohlen, den Gesundheitszustand (Wohlbefinden, Flüssigkeits- und Futteraufnahme) des Tieres zu überwachen, den Blutglukosespiegel zu bestimmen oder den Glukosegehalt im Urin aufzuzeichnen, wenn der Tierarzt dies für erforderlich hält.Alle 3 - 6 Monate (oder häufiger, wenn Probleme auftauchen) untersucht der Tierarzt den Gesundheitszustand des Tieres, misst den Blutglukosespiegel (Tagesprofile) und überprüft die Aufzeichnungen des Tierhalters. Auch die Messung der Fruktosamin-Konzentration kann hilfreich sein. Gegebenenfalls muss der Tierarzt die Insulin-Dosis aufgrund der klinischen Befunde und der Laborergebnisse anpassen. Um während der Erhaltungsphase eine angemessene Überwachung zu gewährleisten, muss der Tierhalter die klinischen Auswirkungen von Hypo- oder Hyperglykämie erkennen können. Polyurie, Polydipsie und Polyphagie, kombiniert mit Gewichtsabnahme, schlechtes Allgemeinbefinden, Haarausfall oder stumpfes, schütteres Haarkleid und Müdigkeit sind die häufigsten klinischen Anzeichen bei Hyperglykämie. Sie erfordern die Verabreichung von Insulin oder die Anpassung der Insulin-Dosis, um normale Blutglukosekonzentrationen zu erzielen.
Überdosierung
Die Überdosierung von Insulin führt zu Hypoglykämie, bei der Hunger, Unruhe, Bewegungsstörungen, Muskelzittern, Stolpern oder Einknicken in der Hinterhand und Orientierungslosigkeit beobachtet werden können. Dann muss dem Tier umgehend Glukose-Lösung (Traubenzucker, Honig) und/oder Futter verabreicht werden. Bei Bewusstlosigkeit ist sofort der Tierarzt aufzusuchen. Der "Somogyi Overswing" (posthypoglykämische Hyperglykämie) ist eine physiologische Reaktion auf Hypoglykämie. Bei beginnender Hypoglykämie wird eine hormonelle Reaktion ausgelöst, die zu Glukosefreisetzung aus den hepatischen Speichern führt. So entsteht eine Hyperglykämie, die auch zu Glukosurie führen kann. In diesem Fall muss die Insulin-Dosis trotz der Hyperglykämie und damit einhergehenden klinischen Symptomen (Polydipsie, Polyurie) gesenkt werden.
Preisvergleich
Gegenanzeigen, Warnungen, etc.
Kontraindikationen
Caninsulin® darf nicht zur Initialbehandlung von Tieren mit hochgradigem akutem Diabetes mellitus mit Keto-Azidose eingesetzt werden. Nicht intravenös verabreichen.
Vorsichtsmassnahmen
Die Verabreichung von Caninsulin® ad us. vet. darf nur von erwachsenen Tierhaltern durchgeführt werden, die vom Tierarzt sorgfältig instruiert wurden.
Ein regelmässiger Fütterungsplan ist einzuhalten. Die Tierhalter sollen angewiesen werden, zu Hause Traubenzucker oder Honig aufzubewahren. Der Tierhalter muss das Tier gut beobachten und ihm bei Anzeichen von Hunger, Unruhe, Bewegungsstörungen, unsicherem Gang und Bewusstseinsstörungen, die auf Hypoglykämie hinweisen, Traubenzucker-Lösung oder Futter verabreichen. Futterumstellungen oder Abweichungen im Bewegungsprogramm können den Insulinbedarf verändern.
Unerwünschte Wirkungen
Keine bekannt
Wechselwirkungen
Schwankungen des Insulin-Bedarfs können bewirkt werden durch die Verabreichung von Arzneimitteln, welche die Glukosetoleranz verändern wie z.B. Glukocorticoide oder Gestagene. Blutglukosemessungen (Tagesprofile) sollten zur Anpassung der Insulin-Dosis durchgeführt werden. Gestagen-Verabreichung an diabetische Patienten sollte vermieden werden und unbedingt eine Ovariohysterektomie in Betracht gezogen werden. Das Präparat darf keinesfalls mit anderen Arzneimitteln, insbesondere mit anderen Insulin-Präparaten, gemischt werden.
Pharmazeutische Vorsichtsmaßnahmen
Aufrecht aufbewahren.
Kühl lagern bei circa +2°C und +8°C. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren bei +2°C und +8°C, nicht über 25°C. Vor Licht schützen. Nicht einfrieren. Nach dem Öffnen innerhalb von 28 Tagen aufbrauchen.
Ungebrauchte Medikamente sollten an den Tierarzt oder Apotheken zurückgegeben werden.
Verpackung
2.5 ml Ampullen im Multipack.
10 ml Ampullen einzeln.
Mehr Infomormationen
Eine Gebrauchsanweisung zur richtigen Anwendung von Caninsulin und einer effektiven Therapie ist erhältlich.
Disclaimer
Diese Seite wurde allein zu Informationszwecken von www.MedicAnimal.com gestaltet. MedicAnimal vertreibt Caninsulin, hegt aber weder eine Partnerschaft noch andere Beziehungen zum Hersteller von Caninsulin. Der Inhalt dieser Seite wird vom Hersteller von Caninsulin nicht gesponsert oder empfohlen.




